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Resiliente Alpen? Wie die COVID-19 Krise den Alpenraum beeinflusst.

Quartalsbericht I/20

Resiliente Alpen? Wie die COVID-19 Krise den Alpenraum beeinflusst.

Einschränkungen des täglichen Lebens sind derzeit heftig zu spüren – die Corona-Krise beeinträchtigt das Arbeiten und tägliche Handeln der Menschen in Europa. COVID-19 nennt sich dieses neuartige Virus, das aktuell weltweit für ausgerufene Katastrophenfälle mit Ausgangssperren, Schließungen von Freizeiteinrichtungen und Ladengeschäft sowie Absagen von Veranstaltungen sorgt. Dies hat massive Einwirkungen auf die Wirtschaft und das soziale Leben – besonders im Alpenraum. 

Seit Beginn des Gemeindenetzwerks steht der gegenseitige Erfahrungsaustausch im Zentrum unserer Aktivitäten. Das sind gewöhnlich Erfahrungen die unsere Mitgliedsgemeinden und -regionen auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit machen. Wir möchten uns aber an dieser Stelle auch anbieten als Plattform für Krisenzeiten. Haben Sie in dieser angespannten Situation Fragezeichen vor den Augen: Wie lässt sich die Arbeit im Rathaus umstrukturieren? Bieten andere Gemeinden Homeoffice-Lösungen an? Wie gelingt die Kommunikation mit der Bevölkerung? Wie erreicht man die Uneinsichtigen? Dann nutzen Sie die Intelligenz der großen Gruppe und wenden sich mit Ihrer Frage an die Geschäftsstelle des Gemeindenetzwerks unter info@alpenallianz.org. Wir stehen Ihnen gerne zur Seite, denn wir sind überzeugt, dass die Bewältigung dieser Krise nur als solidarischer Akt gelingt!

Das Gemeindenetzwerk „Allianz in den Alpen“ übernimmt in dieser schwierigen Zeit Verantwortung für Mitgliedsgemeinden, Partnerorganisationen, MitarbeiterInnen und KollegInnen. Daher wurde die Konferenz zur Klimakommunikation „Ohren spitzen, Geschichten erzählen, Kontakte knüpfen“ vorerst auf den neuen Termin 30. Juni bis 1. Juli 2020 in Bozen/IT verschoben. Wir halten für den neuen Termin zum einen an unserer Kooperation mit CIPRA International, dem Verein Alpenstädte des Jahres sowie dem Alpinen Klimabeirat fest. Zum anderen an der Fragestellung, wie gut gemachte Kommunikation den Übergang zu klimaneutralen und resilienten Alpen erleichtern kann. Wir erleben gerade mehr denn je, dass es in Krisenzeiten eine besondere Kommunikation braucht. Und so gilt es auch angesichts der Klimakrise den richtigen Ton zu finden, um über die globale Erwärmung zu sprechen und mehr Nachhaltigkeit zu bewirken. Interaktive Workshops und Praxisbeispiele sollen Wissen und Ideen vermitteln.

Auch die Veranstaltung „Outdoortourismus mit Fernsicht – Zwischen Klimawandel, Nachhaltigkeitsanspruch und neuen Trends“ (25./26. Mai, Prien am Chiemsee/DE) wurde abgesagt. Im Auftrag des deutschen Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit plante das Gemeindenetzwerk zusammen mit CIPRA International diese zweitägige Konferenz, als Teil einer Veranstaltungsreihe im Rahmen der Alpenkonvention. Der Fokus sollte auf der Fragestellung liegen, wie Outdoorsport in Zeiten des Klimawandels und der Ressourcenknappheit eine treibende Kraft für nachhaltige touristische Entwicklung im Alpenraum sein kann. Derzeit wird geprüft, ob eine Verschiebung in den Herbst 2020 möglich ist. Aufgrund der aktuellen Lage durch das COVID-19 Virus soll sich der Schwerpunkt der geplanten Veranstaltung nun verlagern: Resilienz als Faktor von nachhaltiger Entwicklung in der Tourismusbranche – sei es in ökologischer, ökonomischer und sozialer Sicht – soll dabei helfen, konjunkturelle Maßnahmen voranzutreiben.

Auch im Interreg Alpine Space Projekt „HEALPS2“ arbeiten wir an neuen Ideen zur nachhaltigen Tourismusentwicklung. Das Hauptziel ist die Entwicklung eines Instruments um die natürlichen Ressourcen einer Destination zu identifizieren und deren nachhaltige Nutzung für Gesundheits- und Tourismuszwecke strategisch zu planen. Allianz in den Alpen testet das Instrument in drei Pilotregionen um die Machbarkeit zu bestätigen und die Bedürfnisse der lokalen Akteure zu integrieren. Es beteiligen sich die Regionen Montafon/AT, Ammergauer Alpen/DE und Bregenzer Wald/AT, wobei alle interessierten Mitglieder Zugang zu den Projektergebnissen erhalten. Letztendlich zielt HEALPS2 auf die Positionierung des Alpenraums als weltweit attraktiver gesundheitsfördernder Standort ab.

Gerade nach der aktuellen Krise der alpenweiten Reiseverbote und geschlossenen Grenzen, werden touristische Regionen innovative Impulse brauchen um sich neu zu erfinden und attraktiv zu machen. Wir denken und hoffen, dass wir diese mit HEALPS2 sowie der Veranstaltung zum Outdoorsport liefern können.

Bleiben Sie gesund!

 

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